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Muttermilch - ein ganz besonderer Saft

In den 70er Jahren wurde vom Stillen massiv abgeraten, als die Schulmedizin in ihren Studien erschreckende Schadstoffbelastungen in der Muttermilch entdeckten.

Erst als sich - der Wissenschaft zum Trotz - in weiteren Studien Jahre später herausstellte, dass die Stillkinder dieser Zeit immer noch deutlich gesünder waren, als die "Milupa"-Vergleichsgruppe, wurde das Stillen wieder populär.

 

Dabei ist die gute "Mumi", trotz ihrer ungebrochenen "Sondermüllqualität" immer noch das Beste, was wir unseren Babys zukommen lassen können. Denn neben dem so existenziell wichtigen Körperkontakt, der Liebe, Geborgenheit und Zärtlichkeit, die dem Kind durchs Stillen ganz automatisch zukommen, hat die Muttermilch doch so einiges zu bieten:

Energie
100ml Muttermilch enthalten etwa 70 kcal

Fett
Im Laufe der Stillmahlzeit verändert sich der Fettgehalt der Milch. Anfangs ist der Laktosgehalt höher, der Fettanteil niedriger, gegen Ende der Brustmahlzeit trinkt das Baby dann die sogenannte Nachmilch mit bis zu 8% (!) Fettanteil. Die ultralangkettigen, mehrfach ungesättigtten Fettsäuren der Muttermilch sind für die körperliche Entwicklung unverzichtbar, vor allem Frühchen benötigen diese für die Hirnentwicklung.
Diese speziellen Fettsäuren werden übrigens auch der Babynahrung zugefügt.

Kohlehydrate
Der Zuckergehalt der Mumi ist etwa doppelt so hoch wie der der Kuhmilch. Das Enzym Laktase sorgt dafür, dass die enthaltene Laktose aufgespalten und die Muttermilch leicht verdaulich wird.

Eiweiss
Durch ihren niedrigen Eiweissgehalt belastet die Muttermilch die noch unreifen Nieren des Säuglings praktisch gar nicht. Muttermilch ist antiallergen, das Stillen ist somit eine umfassende Allergieprophylaxe. Durch die leichte Verdaulichkeit kann es zur kürzeren Abständen zwischen den Mahlzeiten kommen, als dies vielleicht bei der Babynahrung der Fall ist.

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Den immunologischen Bestandteilen der Mumi ist es zu verdanken, dass Stillkinder deutlich geringere Infektraten aufweisen und insgesamt gesünder sind, wobei sich die Konzentration dieser immunologischen Anteile mit zunehmendem Kindesalter verändert und somit stets ideal an die Bedürfnisse des Säuglings angepasst ist.

Die WHO empfiehlt, Kinder mindestens 4, besser 6 Monate lang voll zu stillen, das Stillen allgemein bis ins zweite Lebensjahr hinein. Denn die Muttermilch enthält sämtliche Makro- und Mikronährstoffe, die das Kind in dieser Zeit benötigt und ist ein vollwertiges Nahrungsmittel für Ihr Baby, das auch den Wasserbedarf in ausreichender Menge abdeckt, weshalb zusätzliche Teegaben oder sonstige Getränke während der Stillzeit grundsätzlich nicht erforderlich sind.

Ein Zufüttern mit Beikost wird von WHO ab dem 6. Lebensmonat empfohlen.

 

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Autorin:
Lilly Dippold

Persönlichkeitsanalyse
Psycholog. Astrologie, Aromatherapie

2 1/4 Jahre Stillbeziehung mit Laura Violetta

 
Quelle: Ernährungskommission der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde, Foto © privat.
 
© Baby-Boom 2005 - 2006 - Alle Angaben ohne Gewähr

 

 

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