Viele Unfälle, wie beispielsweise der Sturz vom Wickeltisch, geschehen, weil wir als Eltern unsere Kinder, Ihre Fähigkeiten und Ideen unterschätzen oder falsch einschätzen. Um dem ständigen Stress, das Kind nicht ausreichend zu "bewachen" und zu beschützen, zu entkommen, gibt es zahlreiche Tipps und Hilfsmittel, die das Leben der fürsorglichen Eltern erleichtern und das der Kinder sicherer machen.
Sicher unterwegs mit Baby und Kleinkind
Es sollte selbstverständlich sein, das Baby/Kleinkind im Auto ausschließlich in den dafür vorgesehenen Autositzen richtig angegurtet zu transportieren. Diese müssen an die Gewichtsklasse des Kindes angepasst sein und ordnungsgemäß montiert werden, damit die nötige Sicherheit gewährleistet ist.
Umfassende fachkundige Informationen zum richtigen und vor allem sicheren Transport Ihres kleinen Lieblings finden Sie auf www.autokindersitz.at.
Kann Ihr Kind im Kinderwagen/Buggy schon sitzen, sorgen Sie dafür, dass es durch eine gut angepasste Gurte entsprechend gesichert ist.
Auch der Transport von Kleinkindern am Fahrrad ist nicht ungefährlich: Ein geprüfter Kindersitz, hinter dem Sattel (FahrerIn) montiert ist auch hier unverzichtbar, ebenfalls selbstverständlich muss es sein, das Kind ordnungsgemäß anzugurten. Achten Sie auf die Kinderfüsschen, die im Idealfall ebenfalls in den Fussformen anzugurten sein sollten. Unterschätzen Sie niemals das Gewicht Ihres Kindes, stellen Sie Ihr Rad nicht ab, wenn das Kind im Kindersitz sitzt, es könnte umfallen! Ein Radhelm sollte für den/die kleine(n) RadfahrerIn von der ersten Ausfahrt an eine Selbstverständlichkeit sein. Auch hier ist auf eine gute Passform zu achten, damit der Helm im Falle des Sturzes das Köpfchen auch wirklich schützen kann und nicht verrutscht.
Sicher daheim
Das Paradebeispiel der Babyunfälle zu Hause ist wohl der Sturz vom Wickeltisch. Wochenlang fühlen sich wickelnde Eltern sicher und dennoch: Eines Tages dreht sich das Baby plötzlich blitzschnell um und rollt dabei nicht selten vom Tisch. Manche Mütter schließen diese Möglichkeit von vornherein aus indem sie das Baby am Bett oder Boden wickeln. Spezielle Wickelauflagen mit seitlichen Wülsten bieten einen gewissen Schutz, Ihre Aufmerksamkeit sollten Sie dennoch nie zur Gänze vom Baby abwenden!
Kaum werden Babys zu krabbelnden Kleinkindern wächst auch ihre Neugier. Schützen Sie alle Steckdosen mit Sicherheitsverschlüssen, damit die Eroberungszüge Ihres Kindes gefahrlos verlaufen können. Am besten beraten sind Sie, wenn Sie für die Monate der Krabbelphase einfach alle heiklen und zerbrechlichen Gegenstände einfach wegräumen. Vielleicht sieht das nicht ganz so hübsch aus, schont aber garantiert Ihre Nerven und lässt dem Baby genügend Freiraums ohne zu vieler "Nein's".
Ein geradezu magischer Anziehungspunkt (neben den erwähnten Steckdosen) sind die Lecasteinchen der Hydropflanzen. Abgesehen davon, dass diese wenig appetitlich sind (jedenfalls für uns Erwachsene, Kinder scheinen dies ja ganz anders zu sehen!), ist die Gefahr des Verschluckens gegeben! Nicht immer können große Topfpflanzen aber einfach einen Meter höher gestellt werden.
Spannen Sie alte Nylonstrumpfhosen über die Töpfe und verknüpfen Sie die Beine rund um den Pflanzenstamm. Sie können einfach durch die Nylons weiter gießen, halten aber neben neugierigen KrabbeljuniorInnen auch Katzen fern ;-)
Während Sie noch denken, dass Ihr Kind ohnehin noch nicht zur Herdplatte greifen kann, hat es sich vielleicht bereits ein Spielzeugauto als Steighilfe herangeschoben. Und zwar in einem Alter, in dem Sie ihm dies noch gar nicht zugetraut hätten! Lassen Sie sich erst gar nicht auf derlei Überraschungen ein und besorgen Sie ein Herdschutzgitter.
Lassen Sie niemals heiße Töpfe unbeaufsichtigt am vorderen Herdrand oder am Tisch stehen. Verbrühungen gehören zu den häufigen Verletzungen bei Kleinkindern!

Wenn Ihre Putzmittel bislang immer unter Ihrer Spüle heimisch waren, ändern Sie das bitte sofort, wenn ein Kind in Ihr Leben tritt! Verräumen Sie Chemikalien, Reinigungsmittel, Medikamente mindestens in einen oberen Schrank (Auch Homöopathika sollen nicht in Griffweite von Kindern liegen!!!)
Wirklich sicher können Sie sich fühlen, wenn Sie einen kleinen Riegel besorgen und oben am Kästchenrand als Sperre montieren. Sieht vielleicht nicht immer so toll aus, aber in ein paar Jahren (wenn er Ihnen dann noch auffällt *g*), können Sie ihn ja wieder abmontieren. Sie sparen Nerven und schalten diese Gefahrenquelle einfach aus!
Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt für Sie auf ein ökologisches Reinigungssystem (z.B. Enjo) umzusteigen um einen Großteil der gefährlichen Haushaltschemie auszuschalten. Übrigens: Kinder helfen meist besonders gern beim Hausputz, was Spaß machen kann, vor allem, wenn es ungefährlich ist!
Verzichten Sie auf romantische Dekorationen wie Kerzen und Duftlampen auf den Tischen. Mit einem Schwupps ist das Tischtuch zu Boden gerissen und hat Feuer gefangen! Minimieren Sie diese Gefahrenquelle indem Sie derlei Dekos in unerreichbare Höhen verbannen!
Wenn Sie Ihrem Kind die Vorzüge der heilsamen Aromatherapie bei Schnupfen, Husten und Heiserkeit in der Duftlampe nicht vorenthalten möchten, kaufen Sie eine elektrische Aromalampe (z.B. Primavera).

Ein Badethermometer sollte von Anfang an Babys Begleiter im warmen Nass sein, die Erwachsenenhand ist nicht immer ideal zum Abschätzen der richtigen Temperatur! Leben Sie eine rutschfeste Matte in die Wanne um ein Ausrutschen zu vermeiden! Lassen Sie Ihr Kind nicht unbeaufsichtigt im Badezimmer, in der Wanne, im Schwimmbad oder Pool. Nicht mal für einen kleinen Augenblick!
Lesen Sie hier, weshalb jegliche Art von Gewässern für Kinder so besonders gefährlich sind!
Immer wieder gibt es Berichte von Kindern, die aus dem Fenster stürzen! Sichern Sie Ihre Fenster mit den entsprechenden Möglichkeiten und schließen Sie diese Gefahrenquelle damit aus! Auch Treppen lassen sich ganz einfach mit einem verstellbaren Treppenschutzgitter sichern! Vergessen Sie als GartenbesitzerIn dabei nicht die Kellertreppe im Garten (Tipp einer leidgeprüften Mama!).
Gärten die Lebensraum für Kinder sind, sollten generell keine giftigen Pflanzen, Früchte und Beeren beherbergen. Machen Sie sich am besten schon während der Schwangerschaft schlau darüber, was in Ihrem Garten so grünt und blüht. Entfernen Sie gegebenenfalls Giftpflanzen!
Ist es vielleicht beim Spaziergang doch mal passiert, dass Ihr Kind von Früchten am Wegrand genascht hat, nehmen Sie nicht nur ein Blatt oder eine Beere, sondern gleich einen ganzen Zweig der betreffenden Pflanze mit zum Arzt (am besten mit möglichst vielen Pflanzenteilen). Das erleichtert eine schnelle Diagnose der verschluckten Gefahr!
Die Telefonnummer der Vergiftungszentrale 43 01 406 43 43 sollten Sie stets griffbereit haben (Post-it beim Festnetz und/oder im Handy eingespeichert).
In Notsituationen fehlt Ihnen die Ruhe und Zeit, diese heraus zu finden und im Vergiftungsfall ist eine schnelle Reaktion gefragt!
Wichtige Linktipps zum Thema:
Vergiftungsinformations-Zentrale, AKH Wien
Alle Infos für Ihr "baby on board"

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